MONDO LUX

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Werner Schroeter Trauerfeier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese NachtDiese Nacht Diese Nacht

++ DIESE NACHT und MONDO LUX: Erstausstrahlungen auf ZDF/3sat im September 2012

 

++ WERNER SCHROETER-RETROSPEKTIVE IM MOMA vom 11. Mai bis 11. Juni 2012

 

++ MONDO LUX AUF INTERNATIONALER FESTIVAL-TOUR

Genaue Daten hier.

 

++ MONDO LUX - DIE BILDERWELTEN DES WERNER SCHROETER / THE VISUAL UNIVERSE OF WERNER SCHROETER

Ein Dokumentarfilm von Elfi Mikesch
D 2011, HD, 97 min

Weltpremiere am 16. Februar 2011 im PANORAMA der Berlinale 2011!

Berlinale - Vorführungen / Screenings:
11.02.2011 14:30 CineStar 7 | Pressevorstellung
16.02.2011 17:00 International | PREMIERE
17.02.2011 14:30 CineStar 7
19.02.2011 20:00 CineStar 7


++ Werner Schroeter - Retrospektive im Centre Georges Pompidou

Das Pariser Centre Georges Pompidou präsentiert vom 2. Dezember 2010 bis 22. Januar 2011 eine umfassende Retrospektive der Filme von Werner Schroeter.

Begleitend zeigt das Goethe-Institut Paris eine Ausstellung der Bühnen- und Filmarbeiten der Ausstatterin Alberte Barsacq und ab 15. Dezember gibt es in der Galerie Vue Paris die Ausstellung „Autrefois et Toujours“- Fotografische Arbeiten 1973–2009 von Werner Schroeter zu sehen, kuratiert von Christian Holzfuss, Fine Arts Berlin.



 

++ Werner Schroeter 7. April 1945 - 12. April 2010

 

 

 

Trauerfeier und anschließende Beisetzung


Freitag, 7. Mai 2010, 11.00 Uhr


Alter Luisenstädtischer Friedhof, Südstern 8 – 12, 10961 Berlin

 

 

 

 

LANGE FILMNACHT WERNER SCHROETER

 

Freitag, 7. Mai 2010, ab 20.00 Uhr

 

Babylon Mitte, Rosa-Luxemburg-Str. 30, 10178 Berlin

 

(Filmprogramm hier)

 

 

 

IN MEMORIAM WERNER SCHROETER

 

Sonntag, 9. Mai 2010, 15.00 Uhr

 

Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, 10178 Berlin

 

 


 

 

DIESE NACHT

++ Trailer jetzt online

++ DIESE NACHT - Kinopremiere mit Darstellern und Team am 5. März 2009 in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin

++ Filmmagazin "Schnitt" 1/09: Themenheft Werner Schroeter

++ A Tribute to Werner Schroeter - Viennale 2008

++ Deutsche Uraufführung von DIESE NACHT bei den Hofer Filmtagen 2008

++ Am 3. September 2008 feierte Werner Schroeter neuster Film "Diese Nacht" (Nuit de Chien) seine Premiere beim Filmfestival in Venedig.

Detailinformationen zum Film entnehmen Sie bitte der Film-Seite der Filmgalerie 451.

<--> Die Synopsis und Anmerkungen des Regisseurs zum Film können Sie direkt hier lesen.

KINOSTART am 2. April 2009

Premieren zum Kinostart in Anwesenheit von Werner Schroeter:

Sonntag, 29.03. Augsburg, Thalia Kino - 12:00 Uhr
Sonntag, 29.03. München, Forumkino am Deutschen Museum - 20:00 Uhr
Montag, 30.03. Köln, Filmpalette - 20:00 Uhr
Dienstag, 31.03. Düsseldorf, Bambi Kino - 19:00 Uhr
Mittwoch, 01.04. Münster, Cinema - 20:00 Uhr
Donnerstag, 02.04. Hamburg, Metropolis Kino - 19:30 Uhr
Samstag, 04.04. Potsdam, Thalia Kino, 19:00 Uhr
Sonntag, 05.04. Berlin, Kant Kino, 20:00 Uhr

Synopsis von "Diese Nacht"

Santa Maria Bahnhof – Nacht. Ossorio, ein Mann in den Vierzigern, steigt aus einem Zug und gerät in eine Menge sich drängender Flüchtlinge und erschöpfter Soldaten. In einer belagerten Stadt versucht der Held einer gescheiterten Widerstandsbewegung seine ehemaligen Verbündeten und seine Geliebte zu finden. Aber nicht nur die Lage hat sich sehr verändert, sondern auch die Freunde von damals. Während eine hemmungslose Miliz die Stadt terrorisiert, versucht jeder nur noch seine eigene Haut zu retten.

Über die Notwendigkeit der Utopie

Werner Schroeters Anmerkungen zu seinem Film "Diese Nacht"

In meinem gesamten kinematografischen Werk (und teilweise auch in meiner Arbeit für das Theater) suche ich die elementaren Kräfte der Liebe, des Todes und des Lebens mit Hilfe vielfältiger Phantasmagorien oder utopischer Formen zu ergründen. Im Werk Juan Carlos Onettis spüre ich viele mir verwandte Ideen, wenn auch gefiltert durch die unerträgliche Erfahrung des Krieges und das typische chauvinistische Temperament der Südamerikaner. Sein Werk mündet letztlich in folgender Frage: Was ist der Mensch? Woher kommt seine Energie, sein Sinn für das Schicksal, und, vor allem, seine Sehnsucht, dieses innere Glühen in dem sich Melancholie und Begehren vereinen?

Meiner Meinung nach muss das Kino neue Wege für die Darstellung jener elementaren Kräfte finden. Sie haben im Grunde viel zu selten Gelegenheit, sich auszudrücken. Die Kommunikation via elektronischer Medien führt zu einer Art Wesensverkümmerung, einer regelrechten Zerstörung. Fernsehfilme sind von oft beeindruckender Banalität. Unaufhörlich wird man mit den immergleichen Thrillern (Action, Suspense) und schwülstigen Melodramen (Emotion) mit ihren oft allzu simplen und seichten Plots konfrontiert. Wie können solche Filme jemals unsere Phantasie nähren? Wie können sie uns helfen, komplexe Utopien zu entwerfen, die den Reichtum unseres Inneren erforschen, die Tiefen unserer Natur ausloten?

Dank seiner Hellsichtigkeit als Künstler und sensibler Beobachter ist es Onetti gelungen, ein Werk von großer Komplexität zu schaffen. Sein sehr persönlicher Stil macht ihn zu einem Vorläufer des Existentialismus' eines Camus' oder eines Sartres, später von Althusser und Foucault. Mit letzterem habe ich einen regen Austausch über die Idee der Leidenschaft gepflegt, die den Menschen antreibt, auch wenn er selbst nicht ganz in Leidenschaft entbrannt ist. Auch Foucault hat oft die Verbindungslinien von Sex und Politik untersucht.

Unser Film übernimmt die dramaturgische Struktur Onettis. Der Mensch und der Krieg, der Belagerungszustand, das sind die zentralen Themen sowohl seines als auch unseres Werks, was uns in die spürbare Nähe von Célines Roman Reise ans Ende der Nacht führt. Auch einem verwundeten Menschen bleibt stets die Wahl, sich Gewalt, Brutalität und Bestialität zu widersetzen, doch nur all zu oft fällt auch er ihnen anheim. Und diejenigen, die dieser Gewalt verfallen sind, haben alle utopische Hoffnung fahren lassen - Hoffnung als die einzige Möglichkeit Leben, Liebe und Leidenschaft aufrecht zu erhalten und den Tod mit Würde zu ertragen.

Die dichte Atmosphäre der Stadt Santa Maria, die wir in Porto angesiedelt haben, erinnert an zwei kinematografische Meisterwerke, deren Stimmung ich sehr mag: Toch of Evil von Orson Welles und Kiss me deadly von Robert Aldrich.

Schließlich sollte man auch Onettis Sinn für Humor nicht vergessen, ein leichter, typisch argentinischuruguayischer Humor, der sein ganzes Werk durchzieht, und es verdient, auf die große Leinwand gebracht zu werden.

In der Hitze des Gefechts, ein Lächeln wider das Desaster.